EINE HERAUSFORDERUNG
Hausstaubmilben-Allergie

Allergien nehmen in erschreckendem Ausmaß zu. Auch die Hausstaubmilben-Allergie. Ausgelöst wird diese Allergie durch im Hausstaub lebende Kleinstlebewesen - den Milben. Die Hausstaubmilben sind natürliche Mitbewohner unserer häuslichen Umgebung und eigentlich harmlos.
Eine Allergie wird durch den Kot dieser Winzlinge ausgelöst, der sich mit anderen Staubpartikeln verbindet. Milben ernähren sich hauptsächlich von menschlichen und tierischen Hautschuppen und Schimmelpilzen. Der Mensch verliert am Tag etwa ein bis zwei Gramm Hautschuppen, davon können sich ca. 1,5 Millionen Milben einen Tag lang ernähren.
Außerdem mögen Milben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Im natürlichen Bettklima herrscht sowohl eine hohe Feuchtigkeit als auch ein großes Nahrungsangebot für diese Tierchen.

Werden die Staubpartikel durch das Aufschütteln der Bettdecke oder durch den Luftzug aufgewirbelt, so gelangen sie in die Atemwege und können dort bei entsprechend sensibilisierten Menschen folgende Symptome auslösen:



Astma

Augentränen, Bindehautentzündung

Juckreiz oder Ekzeme der Haut, atropische Dermatitis, Neurodermitis

Husten, laufende Nase, Heuschnupfen, Niesanfälle

Erbrechen, Durchfälle (besonders bei Säuglingen und Kleinkindern)

akute Notfälle (anaphylaktischer Schock)



Hausstaubmilben leben im Schlafzimmer vor allem in Gegenständen aus Stoff, also z.B. in Matratzen, Kissen, Bettdecken, Tagesdecken, Gardinen und anderen Textilien. Wenn z.B. ein zwei Jahre altes Kissen nicht mindestens alle 4-6 Wochen bei 60°C gewaschen wird, dann entfällt etwa 10% Kissengewichts auf lebende und tote Milben und deren Ausscheidungen. Denn Milben sterben erst bei einer Temperatur von ca. 60°C oder höher.



Maßnahmen gegen die Hausstaubmilbe

Wenn ein Mensch an einer Hausstaub-Allergie leidet, sollte er zuerst sein Bett sanieren. Das heißt, das Bett sollte Allergikergerecht ausgerüstet sein.

Glatte Böden sollten täglich feucht gewischt, langflorige Teppichböden vermieden werden. Es ist äußerst schwierig, eine milbenfreie Umgebung zu erreichen.



Lüften Sie die Räume stets gut und halten Sie die Luftfeuchtigkeit niedrig (zwischen 40 und 50%)

Lüften Sie alle Bettwaren regelmäßig

Sorgen Sie für eine ausreichende Luftzirkulation

Bei Doppelbetten müssen alle Matratzen und Bettzeuge Allergikergerecht ausgerüstet sein

Decken Sie das Bettzeug nicht vollflächig über das Bett, damit die Matratze besser austrocknen kann

Spätestens nach 8 Jahren sollte die Matratze gewechselt werden

Stepp- und Unterbett sollten nach fünf Jahren gewechselt werden, Kissen bereits nach 3-4 Jahren

Bei kurzflorigen Teppichböden häufig saugen




Was ist eine Allergie eigentlich?

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